Bei einer Serienmontage über viele Tankstellen entscheidet nicht die Montage selbst, sondern die Logistik davor. Wer die Regalmontage in einer Tankstelle plant, unterschätzt leicht, wie viel vor dem eigentlichen Aufbau passiert: Alle Einzelteile müssen pro Station kommissioniert, geladen, angeliefert und erst dann montiert werden — bei laufendem Betrieb, unter Brandschutzauflagen und mit einer Abnahme vor Ort. Genau hier liegt der Kraftakt. In einem mehrjährigen Projekt hat Emig in rund 100 bis 150 Stationen die Zigarettenregale montiert, 5 bis 10 Stationen pro Woche. Dieser Beitrag zeigt, worauf es dabei ankommt.
Eine Tankstelle ist kein Ladengeschäft, das man für den Umbau schließt. Der Verkauf läuft weiter, die Kunden kommen, und mittendrin wird montiert. In dem hier beschriebenen Projekt ging es nicht um einen Komplettumbau, sondern um eine klar umrissene Aufgabe: die Zigarettenregale hinter dem Kassenbereich neu zu montieren — seriell, über rund 100 bis 150 Stationen und mehrere Jahre hinweg, mit einem Durchsatz von 5 bis 10 Stationen pro Woche.
Das klingt überschaubar. Der Aufwand steckt an einer anderen Stelle.
Alle Einzelteile für die Regale wurden zentral an Emig geliefert — nicht vorsortiert an die einzelnen Stationen. Das heißt: Für jede Filiale mussten die passenden Teile zusammengestellt, verladen, angeliefert und dann aufgebaut werden. Diese Kommissionierung war der eigentliche Kraftakt des Projekts, nicht der Aufbau selbst.
Bei 5 bis 10 Stationen pro Woche wird daraus eine logistische Daueraufgabe: Für jede Station muss das richtige Material zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Ein Fehler in der Kommissionierung kostet nicht eine Stunde, sondern eine ganze Anfahrt.
Das Projekt in Zahlen
Neben der Logistik verlangt eine Tankstelle Dinge, die es im normalen Ladenbau nicht gibt:
Ehrlich gesagt läuft auch bei einem eingespielten Ablauf nicht jede Station glatt. Häufigste Ursache in diesem Projekt: Das Aufmaß stimmte nicht — es kam vom Auftraggeber, nicht von uns. Die Folge waren wiederholte Anfahrten, weil Teile nicht passten oder fehlten. Vereinzelt war ein Pächter mit dem Zwischenstand unzufrieden, obwohl die Ursache kundenseitig lag.
Für uns ist das kein Ausnahmefall, sondern Teil der Aufgabe. Wer eine Serie über hundert und mehr Stationen fährt, plant solche Anfahrten ein, statt sich von ihnen überraschen zu lassen. Der Anspruch ist, dass der Ablauf stabil bleibt und die Station am Ende sauber übergeben wird — unabhängig davon, woher ein Fehler kam.
Bei einer Serienmontage im Convenience-Bereich sollte man den Montagepartner weniger danach beurteilen, wie schnell er ein Regal aufbaut, als danach, wie er die Logistik davor beherrscht. Effizienz entsteht hier in der Kommissionierung und in der Planung, nicht am Schraubenschlüssel. Das muss einfach gut funktionieren — Woche für Woche, über Jahre, ohne dass der Verkauf an der Station darunter leidet.
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